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WIFO-Publikationen: Elisabeth Christen (33 Treffer)

Monographien, Mai 2022, 155 Seiten
Auftraggeber: Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 13.05.2022 9:30
 
In der vorliegenden Studie wird die volkswirtschaftliche Bedeutung der chemischen Industrie in Österreich aus dem Blickwinkel der Transformation des Wirtschaftssystems in Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit mit Blick auf 2030 beleuchtet. Der Untersuchungsgegenstand sind Unternehmen für die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Gummi- und Kunststoffwaren. Eine Input-Output-Analyse anhand des WIFO-Modells "DYNK" zeigt eine verbundene Wertschöpfung von mehr als 13 Mrd. €. Im Zuge einer empirischen Befragung von 54 Unternehmen wurde festgestellt, dass die Mehrzahl der Unternehmen Pläne und Ziele definiert haben, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Eine globale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der EU kann nur sichergestellt werden, wenn die geltenden Rahmenbedingungen innerhalb der EU auch für Anbieter am Weltmarkt gelten. Einschätzungen der Unternehmen zur erwarteten Struktur der Beschaffungskanäle zeigen einen steigenden Bedarf an erneuerbaren Rohstoffen in Österreich sowie steigende Importe von sicheren und nachhaltigen Chemikalien aus anderen EU-Ländern. Eine Analyse von Patentdaten hinsichtlich der Innovationskraft zeigt in den Sektoren der chemischen Erzeugnisse und pharmazeutischen Erzeugnisse ein ähnlich hohes Niveau wie bei den innovationsführenden Ländern. In der patentschwächeren Branche der Gummi- und Kunststoffwaren liegen österreichische Unternehmen vor den innovationsführenden Ländern. Einem überwiegenden Anteil der Unternehmen ist die Bedeutung der digitalen Transformation auf ihr Unternehmen bewusst und erwarten für die Zukunft einen starken Einfluss auf Ihre Unternehmen.
WIFO Research Briefs, 2022, (3), 13 Seiten
Online seit: 25.02.2022 17:00
Während Russland hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Größe für Österreich und die EU nur von geringer Bedeutung ist, zeigen sich auf der Importseite Abhängigkeiten, weil vor allem Gasimporte aus Russland nicht kurzfristig durch Importe aus alternativen Bezugsquellen ersetzt werden können. Daher wird die Eskalation des Russland-Ukraine-Konfliktes die Wirtschaft im Euro-Raum vor allem über höhere Energiepreise, aber auch höhere Lebensmittelpreise, treffen. Im Jänner 2022 leisteten die Energiepreise einen Beitrag von rund 35% zur österreichischen Inflationsrate. Käme es zu einer längeren Unterbrechung von Gaslieferungen ohne einen schnellen Aufbau von Alternativquellen, würden sich spätestens im Spätherbst Knappheiten erwarten lassen, die Auswirkungen auf die Chemie-, Düngemittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie haben könnten. Die Risiken sind also erheblich, bis hin zu deutlichen Bremsspuren in der konjunkturellen Entwicklung. Österreichische Banken haben im internationalen Vergleich hohe Kreditforderungen an russische Kundinnen und Kunden. Das Land liegt hinsichtlich der ausstehenden Beträge an dritter Stelle. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ist Österreich mit Abstand am stärksten unter allen westlichen Ländern betroffen. Systemische Risiken entstehen aber aus der Russlandkrise für das heimische Bankensystem insgesamt eher nicht. Nur 4% der Auslandsforderungen österreichischer Banken sind mit Russland verbucht.
FIW Policy Brief No. 53: America is back. Chancen und Herausforderungen für die multilaterale Zusammenarbeit (FIW Policy Brief No. 53: America is back. Opportunities and Challenges for Multilateral Cooperation)
FIW – Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft, Dezember 2021, 12 Seiten, https://fiw.ac.at/fileadmin/Documents/Publikationen/Policy_Briefs/53_FIW_Policy_Brief_Christen_America_is_back.pdf
Auftraggeber: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche – Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Rechenzentrum – Johannes Kepler Universität Linz – Universität Wien – Universität Innsbruck, Institut für Management, Dienstleistungen und Tourismus – Wirtschaftsuniversität Wien
Online seit: 14.02.2022 0:00
Der vorliegende Beitrag erläutert die globalen handelspolitischen Herausforderungen, die sich im Zuge der Trump-Administration intensiviert und den Stillstand sowie die Interessensgegensätze bei multilateralen Handelsfragen verschärft haben. Mit dem Amtsantritt von Joe Biden sind die Relevanz einer regelbasierten multilateralen Handelsordnung und internationalen Zusammenarbeit wieder in den Vordergrund gerückt. Insbesondere die transatlantische Kooperation bei zentralen Themen im Zuge gemeinsamer Bestrebungen hinsichtlich eines "Renewed Transatlantic Partnership" könnte eine Hebelwirkung entfalten, um die Handels- und Investitionstätigkeiten zu stärken und eine sinnvolle WTO-Reform anzustoßen. Gleichzeitig veranschaulicht Bidens "America is back"-Kurs die Rückkehr der USA auf die internationale Bühne und unterstreicht, dass die internationalen Prioritäten der USA auch multilaterale Kooperationen über die Handelspolitik hinaus beinhalten, wie beispielsweise eine Reform der globalen Unternehmenssteuer, die Aufhebung des Patentschutzes im Sinne der Eindämmung der COVID-19-Pandemie sowie ein gemeinsames Vorgehen gegenüber China und eine Klimakooperation. Dieser Kurswechsel der USA eröffnet weitreichende Chancen für die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit, die langfristig auch zu einem Wiedererstarken der globalen Handelsordnung führen kann.
Monographien, Wien, Juli 2021, 130 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.01.2022 0:00
 
Die wirtschaftliche Entwicklung und der Wohlstand der Gesellschaft sind eng mit dem Handel und Außenhandel verknüpft. Dies trifft auf ein kleines Land wie Österreich in besonderem Maße zu. Wie wichtig der Außenhandel für die österreichische Wirtschaft, für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für die Teilhabe weiter Teile der Gesellschaft an Wohlstand und Lebensqualität ist, wird in diesem Bericht vorgestellt. Die daran geknüpften Herausforderungen werden ebenfalls benannt und leiten über zu den Themen, die in der Mainstream-Ökonomie wenig beachtet werden, viele Menschen aber stark bewegen. Dazu zählen Fragen wie, ob Handel nicht per Saldo mehr Arbeitsplätze vernichtet oder zur Senkung von Standards der Qualität der Arbeitsplätze, der Lebensmittel oder der Umwelt beiträgt. Der Güterhandel ist über weite Strecken mit negativen Umwelteffekten verbunden. Wie hoch sie sind, ist zwar nicht allgemein bekannt, wird in der ökonomischen Literatur aber breit diskutiert. In der vorliegenden Arbeit werden die Befunde der Literatur zu diesen Themen zusammengetragen, gesichtet und im Hinblick auf eine Außenhandelsstrategie hin bewertet.
Verzögerungen und starke Preissteigerungen im Containerfrachtverkehr – Bedeutung für den österreichischen Außenhandel (Delays and Sharp Price Increases in Container Freight Transport – Relevance for Austria's Foreign Trade Relations)
WIFO Research Briefs, 2021, (7), 16 Seiten
Online seit: 22.06.2021 0:00
Ab der Jahresmitte 2020 kletterten die Frachtraten für Schiffscontainer in ungeahnte Höhen. Die rasch einsetzende Erholung der Sachgütererzeugung und Besonderheiten im Erholungsmuster des Welthandels durch ein verändertes Konsumverhalten während der COVID-19-Pandemie zählten zu den wichtigsten Gründen. Die Verlangsamung in der maritimen Lieferkette und die Suezkanal-Blockade verschärften die Situation weiter. Vor allem die Schiffsroute von Asien nach Europa war von den Preissteigerungen betroffen. Österreich importiert Waren im Wert von 14,5 Mrd. € aus Asien und rund 40% (5,6 Mrd. €) davon über den Seeweg. Aus China stammen davon mehr als die Hälfte dieser maritimen Importe aus Asien. Der Großteil davon fällt auf Kraftfahrzeuge, mechanische und elektrische Geräte (z. B. Waschmaschinen, Kühlschränke), Möbel und andere Konsumgüter. Insgesamt dürften rund 17% der österreichischen Extra-EU-Importe, bzw. rund 4% der österreichischen Gesamtimporte, von der rasanten Kostensteigerung auf den Schiffsrouten von Asien nach Europa betroffen sein. Internationale Prognosen gehen derzeit davon aus, dass sich die daraus ergebende Lieferproblematik im weiteren Jahresverlauf beruhigt und die Wachstumsaussichten für die Produktion und den Außenhandel nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
Auftraggeber: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 26.07.2021 9:00
Mit dem Warentransport sind zahlreiche negative externe Effekte verbunden. Aufgrund eines Marktversagens werden zu viele Güter über weite Strecken transportiert. Maßnahmen zur Internalisierung, wie die Einführung von Auflagen, Verboten sowie Steuern, Abgaben und handelbaren Zertifikaten, zielen darauf ab, die externen Kosten zu berücksichtigen. In einigen Bereichen werden solche Eingriffe jedoch unterlassen. Eine umfassende Literaturrecherche zeigt, dass die mit dem Warentransport verbundenen externen Kosten nur teilweise internalisiert und somit preiswirksam sind. Mittels eines quantitativen Modells wird in einer Szenarioanalyse untersucht, wie sich eine Internalisierung der externen Kosten von Handelsaktivitäten in Form eines Preisaufschlags auswirken würde. Wie die Ergebnisse zeigen, könnte die Umsetzung von Transportkostenwahrheit im Extra-EU-Handel mit einer leichten Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes und der Beschäftigung in der EU einhergehen, sofern die Einnahmen dieser Handelsaufschläge wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Die Analyse benennt Handlungsoptionen zur Herstellung von Transportkostenwahrheit im internationalen Handel.
This paper provides new insight into the firm-level employment impacts of trade cost changes at the industry level in the Austrian services sector. We apply a two-part model of firm survival (exit) and firm growth. Separate regressions for firm entry rates at the industry-region level complete the picture of total trade-induced net job creation. We implement the trade cost measure introduced by Chen and Novy (2011) and base it on own estimates of industry specific substitution elasticities. Falling trade costs in the Austrian services sector over the period 2000 to 2014 resulted in net job creation of about 19,000 jobs accounting for 9.5 percent of overall job flows in the sector. The smallest and least productive firms contract while large and productive firms expand as predicted by theory. Most adjustments occur at the extensive margin due to changes in the probability of firm survival.
Monographien, August 2019, 36 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 12.08.2019 0:00
 
Trump's trade wars hit a new dimension expanding from mini to global trade wars. They target sectors (e.g., aluminium and steel) for the protection of "national security" (according to Section 232 of the Trade Expansion Act of 1962) and countries (e.g., China) for unfair trade practices (according to Section 301 of the Trade Act of 1974). Both legal instruments give the US President the power to impose sanctions and protective measures. Since Trump came in office, he has cancelled most multilateral agreements or projects the USA were previously involved (TTIP, TPP, NAFTA, Paris Climate Agreement, JCPoA). Whereas the US trade conflict with China escalated dramatically and could ultimately – beginning with 1 September 2019 as President Trump has threatened – affect all bilateral trade flows, the tensions with the EU are currently limited to aluminium and steel. However, a trade war with respect to cars could follow if no agreement on an US-EU FTA-light is reached, besides the agreement on increasing the share of duty-free imports of hormone-free beef from the USA, signed on 2 August 2019. We analyse the trade wars already underway (aluminium and steel; USA–China) and possible new conflicts (cars) and agreements (FTA-light) with two methods: 1. a static CGE model and 2. a global dynamic economic macro model. The comprehensive US trade war with China results in the biggest impact for the involved countries, followed by a possible car conflict and an FTA-light agreement.
 
Die österreichische Wirtschaft wuchs 2018 um 2,7% und damit etwas stärker als im Jahr zuvor (+2,6%). Der Wachstumshöhepunkt wurde jedoch bereits zu Jahresbeginn 2018 überschritten. Vor dem Hintergrund welthandelspolitischer Spannungen (zwischen den USA und China) sowie der Abschwächung der Expansion im Euro-Raum kühlte sich die Dynamik in Österreich in der zweiten Jahreshälfte 2018 ab. Neben der Konjunktureintrübung in Italien und Frankreich dämpften in Deutschland Produktionsausfälle in der Autoindustrie das Wachstum. Österreichs Außenhandel entwickelte sich 2018 insgesamt günstig, verlor allerdings zum Jahresende an Schwung. Auch die Binnennachfrage trug positiv zum BIP-Wachstum bei. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte war erneut kräftig, zugleich steigerten die Unternehmen ihre Nachfrage nach Investitionsgütern (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen). Die Bauwirtschaft verzeichnete das zweite Jahr in Folge eine sehr günstige Konjunktur. Auch in der Sachgütererzeugung wurde die Wertschöpfung erneut merklich ausgeweitet, wenngleich sich die Industriekonjunktur spiegelbildlich zum Außenhandel auf hohem Niveau abschwächte. Positive Impulse kamen vom Verkehrssektor, den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und vom Tourismus. Die Inflation verharrte in Österreich, gemessen am VPI, annähernd konstant bei 2,0%. Mit der Hochkonjunktur entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter. Die Beschäftigung wurde erneut ausgeweitet, und die Arbeitslosenquote (nationale Definition) sank auf 7,7%.
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(12), S.881-890
Online seit: 20.12.2018 0:00
 
Digitalisierung verändert die Bedeutung von Raum und Distanz. Aufgrund der Verringerung der Transaktionskosten nehmen die Möglichkeiten der Leistungserbringung über größere Distanzen deutlich zu. Trotzdem bringt Digitalisierung nicht zwingend eine wirtschaftliche Konvergenz zwischen peripheren und zentralen Räumen mit sich. Agglomerationsvorteile und eine bessere Ausstattung mit Technologie, Humankapital und Infrastruktur verstärken, wenn die menschliche Arbeit komplexer wird, die Standortvorteile von zentralen Räumen weiter. Digitale Technologien bieten dennoch Entwicklungschancen für ländliche Räume, wenn die notwendige Ausstattung mit Infrastruktur und qualifiziertem Humankapital gegeben ist. Digitalisierung verändert zudem die weltweiten Handelsströme und fragmentiert die Wertschöpfungsketten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen sowie den Dienstleistungssektor erhöht der zunehmende Einsatz digitaler Technologien die Exportfähigkeit.
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