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WIFO publications: Julia Bock-Schappelwein (93 hits)

WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(10), pp.771-782
Online since: 29.10.2019 0:00
 
Um den Zustand von ökonomischem Wohlergehen und Wohlstand der Bevölkerung umfassend zu beschreiben, werden am häufigsten die Wertschöpfung und ihre Veränderung im Zeitablauf beobachtet. Dies reicht aber nicht aus, um aussagekräftige Vergleiche zur ökonomischen Lage zwischen Regionen zu verschiedenen Zeitpunkten durchzuführen. Bisher beruhen Verteilungsanalysen überwiegend auf der Verteilung des verfügbaren Einkommens auf Haushaltsebene nach sozialen Aspekten oder auf der unterschiedlichen Höhe des Einkommens von Personen nach Geschlecht. Der kleinräumigen Dimension von Einkommensunterschieden oder von Unterschieden der Lebenssituation innerhalb eines Landes wurde bisher kaum Beachtung geschenkt. Es liegen lediglich Auswertungen auf Ebene der Bundesländer bzw. Regionstypen oder Gemeindegrößenklassen vor. Anhand der aktuellen Daten zu individuellen Einkommen und Haushaltseinkommen in Österreich sowie neuer Ansätze zur Beschreibung der Lebensumstände auf kleinräumiger Ebene hat das WIFO einen Index zur Lebenssituation auf Gemeindeebene entwickelt. Dieser Indikator beinhaltet neben einkommensspezifischen Informationen solche zur Alters- und Ausbildungsstruktur sowie zur Arbeitsmarktintegration.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), pp.697-705
Online since: 01.10.2019 0:00
 
Die Strukturanalyse der Beschäftigung in Österreich zeigt ein relativ stabiles Muster nach Tätigkeitsschwerpunkten. In den letzten zwei Jahrzehnten veränderte sich der Anteil der Arbeitsplätze mit überwiegend Routinetätigkeiten (40%) bzw. Nichtroutinetätigkeiten (60%) kaum. Allerdings verlagerte sich die Struktur langsam weg von Berufen mit überwiegend manuellen Tätigkeiten. Die Veränderung der Tätigkeitsstruktur ist mit der Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft verbunden und spiegelt Automatisierungsprozesse insbesondere in der Sachgütererzeugung wider. In hochdigitalisierten Branchen ist der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit überwiegend manuellen Aufgaben geringer. Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologien verstärken die Verschiebung der Tätigkeitsprofile weg von manuellen Routineaufgaben hin zu Berufen mit analytischen und interaktiven Nichtroutinetätigkeiten. Die durch Digitalisierung bzw. Automatisierung am stärksten gefährdeten manuellen Routinetätigkeiten werden meist von Geringqualifizierten ausgeübt.
WIFO Working Papers, 2019, (585), 35 pages
Online since: 12.08.2019 0:00
Der "Armutsindex" bildet erstmals die Lebensumstände auf kleinräumiger Ebene in den 2.122 Wohngemeinden in Österreich für den Zeitraum 2010 bis 2017 quantitativ ab, indem er die auf Armut und soziale Ausgrenzung einwirkenden Faktoren wie Einkommen, Erwerbsintensität, Alter und Qualifikation in einer Indexzahl bündelt. Aus diesem Aggregat lassen sich Rückschlüsse auf die Lebensumstände auf Wohngemeindeebene in Österreich ziehen. Nicht nur werden die zwischen städtischen und ländlichen Regionen bzw. dicht und dünn besiedelten Gebieten unterschiedlichen Lebensbedingungen aufgezeigt, zugleich wird auch Einblick in die Heterogenität innerhalb der ländlichen Regionen geboten, wie der Blick auf die peripheren ländlichen Regionen auf der einen Seite und die zentralen ländlichen Räume im Umland von Zentren auf der anderen Seite zeigt.
Franz Sinabell, Julia Bock-Schappelwein, Matthias Firgo, Klaus S. Friesenbichler, Philipp Piribauer, Gerhard Streicher (WIFO), Ludwig Gerner, Mathias Kirchner, Jochen Kantelhardt, Andreas Niedermayr, Erwin Schmid, Martin Schönhart (BOKU), Christina Mayer (STAT)
Eine Zwischenbilanz zu den Wirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2014-2020 (An Interim Assessment of the Impacts of the Rural Development Programme 2014-2020)
Commissioned by: Federal Ministry of Sustainability and Tourism
Study by: Austrian Institute of Economic Research – University of Natural Resources and Applied Life Sciences, Vienna – Statistics Austria
Online since: 12.08.2019 0:00
 
Mit dem Programm der ländlichen Entwicklung LE 14-20 wird die "zweite Säule" der Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich umgesetzt. Dieses Programm hat ein jährliches Volumen von annähernd 1 Mrd. € und wird zur Hälfte von der EU finanziert. Die Maßnahmen des Programmes zielen vor allem darauf ab, die landwirtschaftliche Produktion in Ungunstlagen aufrecht zu erhalten, die biologische Wirtschaftsweise zu fördern und Investitionen in zeitgemäße Tierhaltungssysteme zu unterstützen. Weitere Maßnahmen betreffen den Aufbau von Humankapital und die Etablierung sozialer Dienstleistungen in ländlichen Regionen. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur ländliche Regionen von dem Programm profitieren, sondern auch urbane Zentren, in denen nur wenige Begünstigte sind. Da das Programm viele Ziele anstrebt, sind Zielkonflikte unvermeidbar. In Folgeprogrammen sollten diese nach Möglichkeit verringert werden.
Verteilungswirkungen der Leistungen des öffentlichen Bildungssystems (Distributional Effects of Services Provided by the Public Education System)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), pp.385-389
Online since: 29.05.2019 9:00
 
Die Verteilungswirkung der öffentlichen Bildungsausgaben hängt vorrangig von der Verteilung der Schüler und Schülerinnen sowie Studierenden auf die Ausbildungszweige und der damit verbundenen Ausbildungsdauer ab. Die öffentlichen Schulausgaben hatten im Jahr 2015 wie auch gemäß den früheren WIFO-Umverteilungsstudien einen vergleichsweise hohen Stellenwert für die Haushalte im unteren Einkommensdrittel. Die Ausgaben für Hochschulen hatten insgesamt eine sehr differenzierte Wirkung auf die Einkommensverteilung. Aufgrund der besonderen Haushaltsstruktur dürften sie vorwiegend Jugendlichen aus Haushalten mit mittlerem oder höherem Einkommen zugutekommen.
Monographs, May 2019, 184 pages
Commissioned by: Federal Ministry of Labour, Social Affairs, Health and Consumer Protection – Federal Chancellery
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Supported by: Anniversary Fund of the Oesterreichische Nationalbank
Online since: 29.05.2019 9:00
 
Die vorliegende Umverteilungsstudie des WIFO zum Jahr 2015 beruht auf den aktuellsten verfügbaren und verknüpfbaren Daten. Ausgehend von der Verteilung der Markt- und Primäreinkommen (Markteinkommen, Pensionen und nettoimputierte Mieten) werden die Verteilungswirkungen der von den privaten Haushalten geleisteten Sozialbeiträge, direkten und indirekten Steuern und der von ihnen empfangenen Geld- und Sachleistungen der öffentlichen Hand in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und Bedarfsorientierte Mindestsicherung analysiert. Vor Umverteilung betrug das durchschnittliche Einkommen der Haushalte im obersten Zehntel der Einkommensverteilung das 30-Fache der Haushalte im untersten Zehntel, nach Umverteilung nur das 5,5-Fache. Die Umverteilung erfolgte von den Haushalten im oberen zu den Haushalten im unteren Drittel der Verteilung der Primäreinkommen. Öffentliche Sachleistungen lieferten den größten Beitrag zur Umschichtung vor den einkommensabhängigen Abgaben (Sozialbeiträge und direkte Steuern) und den öffentlichen Geldleistungen (ohne Pensionen). Die regressive Wirkung der indirekten Steuern senkte das Umverteilungsausmaß leicht. War die Ungleichheit sowohl der Primär- als auch der Sekundäreinkommen (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller öffentlichen Geld- und Sachleistungen) zwischen 2000 und 2010 gestiegen, so kehrte sich diese Entwicklung zwischen 2010 und 2015 um. Da sich in diesem Zeitraum auch das Ausmaß der Umverteilung erhöhte, ging die Ungleichheit der Sekundärverteilung noch stärker zurück. Dieser Entwicklung lagen gegenläufige Veränderungen in Haushalten mit unterschiedlichen soziodemographischen Merkmalen zugrunde. – Die Analyse verwendet Daten aus dem European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC), der Konsumerhebung und dem Household Finance and Consumption Survey (HFCS).
 
Die österreichische Wirtschaft wuchs 2018 um 2,7% und damit etwas stärker als im Jahr zuvor (+2,6%). Der Wachstumshöhepunkt wurde jedoch bereits zu Jahresbeginn 2018 überschritten. Vor dem Hintergrund welthandelspolitischer Spannungen (zwischen den USA und China) sowie der Abschwächung der Expansion im Euro-Raum kühlte sich die Dynamik in Österreich in der zweiten Jahreshälfte 2018 ab. Neben der Konjunktureintrübung in Italien und Frankreich dämpften in Deutschland Produktionsausfälle in der Autoindustrie das Wachstum. Österreichs Außenhandel entwickelte sich 2018 insgesamt günstig, verlor allerdings zum Jahresende an Schwung. Auch die Binnennachfrage trug positiv zum BIP-Wachstum bei. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte war erneut kräftig, zugleich steigerten die Unternehmen ihre Nachfrage nach Investitionsgütern (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen). Die Bauwirtschaft verzeichnete das zweite Jahr in Folge eine sehr günstige Konjunktur. Auch in der Sachgütererzeugung wurde die Wertschöpfung erneut merklich ausgeweitet, wenngleich sich die Industriekonjunktur spiegelbildlich zum Außenhandel auf hohem Niveau abschwächte. Positive Impulse kamen vom Verkehrssektor, den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und vom Tourismus. Die Inflation verharrte in Österreich, gemessen am VPI, annähernd konstant bei 2,0%. Mit der Hochkonjunktur entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter. Die Beschäftigung wurde erneut ausgeweitet, und die Arbeitslosenquote (nationale Definition) sank auf 7,7%.
Monographs, March 2019, 201 pages
Commissioned by: European Commission
Study by: Austrian Institute of Economic Research – Austrian Institute of Technology
Online since: 24.07.2019 0:00
 
The report provides an overview and analysis of the state of digitalisation in Austria. The findings show that the digitalisation performance of the Austrian economy is mixed. The overall digitalisation performance of Austria is marked by good performance in the manufacturing industries and weaknesses in the service sector compared to the innovation leader countries. The diffusion gap goes hand in hand with low adoption rates in microenterprises and SMEs and is reinforced by modest industrial dynamics in Austria. Reform needs arise regarding the promotion of ICT skills and competences of the workforce. The policy framework is currently in a phase of reorganisation.
Politischer Handlungsspielraum zur optimalen Nutzung der Chancen der Digitalisierung für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Synthese (Political Room for Manoeuvre to Make Optimum Use of the Opportunities Offered by Digitisation for Economic Growth, Employment and Prosperity. Synthesis)
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(12), pp.909-920
Online since: 20.12.2018 0:00
 
Digitale Technologien stellen bestehende Marktmechanismen, wirtschaftspolitische Instrumente, Strukturen sowie ökonomische und soziale Interaktionen grundlegend in Frage. Während auf traditionellen Märkten den Preisen von Gütern und Dienstleistungen die zentrale Allokationsfunktion zukommt, wird der Konnex zwischen Preis und Wert in der datengetriebenen Ökonomie weitgehend aufgelöst. Die Ursache dafür liegt in der spezifischen Kostenstruktur, die durch hohe Fixkosten bei gleichzeitig äußerst niedrigen Grenzkosten (nahe Null) gekennzeichnet ist. Diese Kostenstruktur begünstigt die monetär (fast) kostenlose Skalierung digitaler Produkte und Dienstleistungen auf "Plattformmärkten". In der digitalen Ökonomie bildet die Verfügungsmacht über Daten den entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Im Extremfall entstehen daraus (natürliche) Monopole. Auf der Grundlage von sechs Themenfeldanalysen (Makroökonomie, öffentlicher Sektor, Wettbewerb, Raum, soziale Sicherheit, Umwelt und Energie) werden die Erkenntnisse zu drei Metahypothesen verdichtet, die den Handlungsspielraum zur optimalen Nutzung der Vorteile der Digitalisierung für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand abstecken. Die durch digitale Daten bestimmte "neue" Ökonomie, die Strukturbrüche mit sich bringt und sich in Extremen manifestiert, bedarf der politischen Gestaltung, um Wohlstand und Beschäftigung nachhaltig absichern zu können.
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