Peter Mayerhofer (Projektleitung)
Quantitative Wirkungen der ESI-Fonds und ihrer Vorgänger in Österreich. Eine fondsübergreifende Analyse für den gesamten Wirkungszeitraum (Quantitative Effects of ESI Funds in Austria: A Cross-fund Analysis for the Full Period)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Österreichische Raumordnungskonferenz
Abgeschlossen: 2019
Seit Mitte der 1990er-Jahre werden in Österreich Mittel der europäischen ESI-Fonds bzw. ihrer Vorgänger eingesetzt. Die vorliegende Studie unterzieht die Wirkungen dieser auch für die räumliche Entwicklung in Österreich wichtigen Instrumente (aktuell EFRE, ELER, EMFF, ESF) einer fondsübergreifenden und quantitativen Bewertung aus einer explizit räumlichen Perspektive und über den gesamten Zeitraum der Interventionen (seit 1995). Neben deskriptiv-statistischen Analysen zu Größenordnung und räumlichem Einsatz sowie deren Veränderung über die Zeit sind Modellrechnungen zu den makroökonomischen Effekten auf Wertschöpfung und Beschäftigung in den Bundesländern und ökonometrische Analysen zu den Beschäftigungswirkungen auf kleinräumiger Ebene vorgesehen.
Forschungsbereich:Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Quantitative Effects of ESI Funds in Austria: A Cross-fund Analysis for the Full Period
Since 1995, means from the European ESI funds or their predecessors have been applied in Austria. Based on this experience, our study examines the effects of these interventions (currently ERDF, EAFRD, EMFF, ESF) in a fund-wide and quantitative assessment. An explicitly spatial perspective is taken and an analysis is sought for the entire period of interventions (since 1995). Descriptive-statistical analysis on the scale and location of ESI interventions and their changes over time will be accompanied by model calculations on the macroeconomic effects of ESI funds interventions on value added and employment in the Austrian Länder, as well as by econometric analyses on the employment effects of these interventions at a rather small regional level.

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Projektberichte (in Arbeit), November 2019
Auftraggeber: Österreichische Raumordnungskonferenz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Studie bietet erstmals eine integrierte und fondsübergreifende Analyse der quantitativen Effekte der ESI-Fonds und ihrer Vorgänger für den gesamten Zeitraum ihres Wirkens in Österreich (1995/2017). Grundlage ist eine neue, umfassende Datenbank zu den Auszahlungen der EU-Strukturfonds und der damit verbundenen nationalen öffentlichen Kofinanzierung auf räumlicher Ebene, die durch die Zusammenführung der Individualdatenbestände der fondsverantwortlichen bzw. abwickelnden Stellen im Rahmen des Projektes aufgebaut wurde. Auf ihrer Basis untersucht die Studie die regionalen Auszahlungsstrukturen der Fonds und die dadurch ausgelösten Effekte auf die Bundesländer sowie die kleinräumige Ebene (Arbeitsmarktbezirke, Gemeinden), wobei deskriptiv-statistische Methoden, ökonometrische Schätzmethoden sowie Simulationen mit dem multiregionalen Modell des WIFO zum Einsatz kommen. Die Hypothese, wonach die Interventionen der ESI-Fonds positive Entwicklungsimpulse in den geförderten Regionen ausgelöst haben, wird durch die Ergebnisse und die dazu durchgeführten Robustheitstests insgesamt gestützt. Zusammen mit deutlichen Resultaten zur "Treffsicherheit" ihres Mitteleinsatzes zugunsten ländlicher, ökonomisch benachteiligter Regionen spricht dies für einen positiven und relevanten Beitrag der ESIF-Initiativen zum regionalen Ausgleich in Österreich.