Neues WIFO Working Paper

10.01.2019

WIFO-Industrieökonom Werner Hölzl veröffentlicht WIFO Working Paper zur Kreditvergabe von Banken

Konjunkturumfragen können zeitnahe Informationen zur Kreditvergabe von Banken liefern. In einem neuen WIFO Working Paper zeigen WIFO-Industrieökonom Werner Hölzl, Jarko Fidrmuc (Zeppelin Universität) und Christa Hainz (ifo Institut), dass die unternehmensspezifische Kreditmarkterfahrung der Unternehmen die Wahrnehmung der Kreditvergabebereitschaft der Banken beeinflusst.

WIFO-Industrieökonom Werner Hölzl, Jarko Fidrmuc (Zeppelin Universität) und Christa Hainz (ifo Institut) finden in ihrer Studie, dass Kreditablehnungen einen stark negativen und anhaltenden Einfluss haben, ebenso wie unerwartet schlechte Konditionen bei der Kreditvergabe. Unternehmen, die keinen Kredit benötigen, tendieren dazu, die Kreditvergabebereitschaft als normal wahrzunehmen und diese Einschätzung seltener zu revidieren. Die Ergebnisse bestätigen Theorien zu "sticky information", rationaler Unachtsamkeit und Pessimismusverzerrung und legen nahe, dass die individuelle Krediterfahrung bei der Analyse der Einschätzung der Kreditvergabebereitschaft berücksichtigt werden soll.

Rückfragen an

Dr. Margit Schratzenstaller-Altzinger

Funktion: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Stellvertretende Leiterin

Publikationen

WIFO Working Papers, 2018, (574), 34 Seiten
Online seit: 20.12.2018 0:00
We show that firms' credit market experience determines their perception of aggregate bank lending policy using panel data from the Austrian Business Survey between 2011 and 2016. Loan rejections have a strongly negative and persistent effect on perceptions. Interestingly, firms that receive a loan at worse than anticipated conditions show a similarly negative effect. Firms that do not need a loan tend to perceive lending policy as neutral and revise their perceptions less often. Our findings are in line with theories on sticky information, rational inattention and pessimism bias and suggest considering experience for the aggregation of perceptions.
Foto: Jürgen Kasperek/pixelio.de
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