WIFO Research Briefs

Die WIFO Research Briefs präsentieren kurze wirtschaftspolitische Diskussionsbeiträge sowie kurze Zusammenfassungen von Forschungsarbeiten des WIFO. Sie werden unter Einhaltung der Richtlinien der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) zur Guten Wissenschaftlichen Praxis und der wissenschaftlichen Politikberatung verfasst und dienen der Erhöhung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der WIFO-Forschungsergebnisse.

SucheErweiterte Suche

Aktuelle Ausgaben (47 Treffer)

Alexander Krenek (WU Wien), Margit Schratzenstaller (WIFO), Klaus Grünberger, Andreas Thiemann (Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle, Seville)
WIFO Research Briefs, 2022, (13), 8 Seiten
Auftraggeber: Europäische Kommission
Online seit: 17.05.2022 0:00
Based on the most recent data from the ECB's Household Finance and Consumption Survey, the project models the future household-level wealth distribution in five selected EU member countries (Finland, France, Germany, Ireland, and Italy) to derive inheritances based on different demographic and wealth projection scenarios. On this basis, various inheritance tax scenarios are simulated to estimate potential inheritance tax revenues for a projection period of 30 years. Our results indicate that multiple factors coincide in favouring a growing revenue potential for inheritance taxation in the medium-term. Wealth accumulation and appreciation lead to higher average wealth levels. The shift of the baby boomer generation out of the labour force results in an increase of the older population both in absolute and relative terms. Eventually, this will lead to a rise in the number of deaths and the number of inheritances. Additionally, low fertility rates lead to a reduction of the average number of successors and thereby decrease the importance of exemption thresholds, as individual inheritances become larger. Overall, our simulations show that the future revenue potential of inheritance taxes may be substantial. In practice, it can be expected that the theoretical revenue potential demonstrated by our simulations will be reduced by tax avoidance, real responses, and general equilibrium effects on other taxes. A review of the empirical evidence shows that behavioural responses to inheritance taxes are less pronounced compared to a net wealth tax.
WIFO Research Briefs, 2022, (12), 20 Seiten
Online seit: 19.05.2022 7:00
Dieser Research Brief schlägt ausgewählte potentiell in der kurzen Frist anwendbare wirtschaftspolitische Optionen vor, um den volkswirtschaftlichen Schaden einer deutlichen Reduktion des in Österreich verfügbaren Gases möglichst gering zu halten und gleichzeitig die angestrebte grüne Transformation zumindest nicht auszubremsen. Im Mittelpunkt stehen ökonomische Mechanismen zur Gasallokation an Unternehmen und zur Beanreizung von Verbrauchseinsparungen. Die Optionen sind nicht im Detail ausgearbeitet, sondern sollen die Debatte auf bisher kaum bedachte Sachverhalte lenken, um besser informierte Entscheidungen zu ermöglichen und vertiefte interdisziplinäre Analysen anzustoßen, die für eine praktische Implementierung notwendig wären.
Maßnahmenpakete gegen Teuerung. Potentielle Wirkung auf die privaten Haushalte (Government Measures Against Inflation. Potential Impact on Households in Austria)
WIFO Research Briefs, 2022, (11), 7 Seiten
Online seit: 14.04.2022 0:00
Im Dezember 2021 und Jänner 2022 beschloss die Regierung Maßnahmen, die eine Abfederung der steigenden Verbraucherpreise für Haushalte und Unternehmen zum Ziel haben. Das Entlastungsvolumen beträgt rund 4 Mrd. €. Die Maßnahmen sind stark energie- und verkehrsbezogen und gleichen die verschlechterten Lebenslagen der Haushalte mit geringem Einkommen zu einem geringen Ausmaß aus. Eine mittelfristige Betrachtung zeigt allerdings, dass die steigenden Preise besonders im Bereich Wohnen mit den Maßnahmen nicht erreicht werden. Um die Lebenslagen besonders einkommensschwacher Haushalte zu verändern, braucht es weitere zielgerichtete Maßnahmen.
Steigende Lebenshaltungskosten und Armut (Rising Cost of Living and Risk of Poverty in Austria)
WIFO Research Briefs, 2022, (10), 10 Seiten
Online seit: 14.04.2022 0:00
Vor dem Hintergrund der stark steigenden Preise (Inflation März 2022: 6,8%, prognostizierte Jahresinflation 2022: 5,8%) stellt der Beitrag die Frage nach den Auswirkungen steigender Lebenshaltungskosten auf Armutsgefährdung der Bevölkerung in Österreich. Es wird gezeigt, dass es keine unmittelbaren Veränderungen in der Armutsgefährdungsquote gibt, da dieser Indikator die Einkommenslage der Haushalte zum Bezugspunkt hat. Die Auswirkungen sind vielmehr indirekte: Durch die unterschiedlichen Konsumniveaus als auch die Konsumausgabenstrukturen der Haushalte in Abhängigkeit ihrer Einkommen sind Haushalte mit geringeren Einkommen, und damit armutsgefährdete oder arme Haushalte, stärker von den Preissteigerungen betroffen. Bei einer mittelfristigen Betrachtung zeigen vor allem die steigenden Preise im Bereich Wohnen einen Druck auf den Lebensstandard von einkommensschwachen Haushalten.
Tourismusanalyse November 2021 bis Februar 2022. Ukraine-Krieg dämpft Erwartungen für 2022 (Tourism Analysis November 2021 to February 2022. Ukraine War Dampens Expectations for 2022)
WIFO Research Briefs, 2022, (9), 8 Seiten
Online seit: 05.04.2022 9:00
Nach Beendigung des vierten, bundesweiten COVID-19-bedingten Lockdown Mitte Dezember 2021 erholte sich die österreichische Tourismuswirtschaft überraschend schnell und kräftig. Im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum 2018/19 bestand von November 2021 bis Februar 2022 noch ein nachfrageseitiger Aufholbedarf von einem Drittel (Nächtigungen) bzw. gut einem Viertel (nominelle Umsätze). Die prozentuelle Lücke zum Vorkrisenniveau war dabei im internationalen Segment nach wie vor größer als im Binnentourismus (Nächtigungen –34,9% zu –27,5%).
WIFO Research Briefs, 2022, (8), 12 Seiten
Online seit: 23.03.2022 9:00
Auf Basis bisher bekannter Ergebnisse sowie vorliegender Studien des WIFO zu früheren Zuwanderungs- und Flüchtlingswellen werden die weitere Entwicklung der Fluchtbewegungen aus der Ukraine nach Österreich sowie die daraus resultierenden Herausforderungen diskutiert. Österreich sollte zwar nicht primäres Zielland dieser Fluchtbewegung werden, dennoch ist angesichts des Umfangs der bisherigen Flüchtlingszahlen zu erwarten, dass die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in den nächsten Wochen weiter deutlich ansteigt. Die zentrale daraus entstehende Herausforderung besteht darin, die für die Betreuung der Flüchtlinge notwendigen Voraussetzungen in den Bereichen Wohnen, Schule, Gesundheit und Arbeit sicherzustellen.
Angela Köppl, Stefan Schleicher (WIFO), Jean-Yves Caneill (European Roundtable on Climate Change and Sustainable Transition)
WIFO Research Briefs, 2022, (7), 12 Seiten
Online seit: 17.03.2022 0:00
The EU Emissions Trading System (EU ETS) is intended to be the flagship instrument of EU climate policy. Key aspects in this cap-and-trade scheme are the target path as well as the market price for emission allowances which results from supply and demand for these allowances. The recent pronounced price movements on the market for emission allowances raise the question what causes these fluctuations and what could be the carbon price's role for stimulating and guiding the transformation of the EU economy towards the 2030 emission target, which aims at a reduction of greenhouse gases of at least 55 percent compared to 1990 levels. This research brief collects evidence about the market stringencies that result from demand and supply and that prevailed in the third trading period between 2013 and 2020 and discusses potential drivers for the carbon price in the current trading period up to 2030. We conclude that aligning the EU ETS with the "Fit for 55" framework, the expected radical innovation efforts needed in particular for the hard-to-abate industries together with changing market behaviour due to hedging and speculative trading will likely keep the EU ETS carbon price volatile.
WIFO Research Briefs, 2022, (6), 16 Seiten
Die Energiepreise sind bereits 2021 im Zuge der wirtschaftlichen Erholung nach dem COVID-19-bedingten Wirtschaftseinbruch deutlich angestiegen. Angesichts der Kriegshandlungen in der Ukraine gewinnen weitere über die bereits in den letzten Wochen hinaus beschlossenen Maßnahmen zur Entlastung der Konsumentinnen und Konsumenten sowie der Unternehmen an Dringlichkeit. Wie in vielen anderen Ländern werden derzeit auch in Österreich eine Reihe von Entlastungsoptionen diskutiert. Besonders intensiv wurden in der jüngsten öffentlichen Debatte zwei Maßnahmen gefordert: die Verschiebung der für Juli 2022 geplanten Einführung einer CO2-Bepreisung sowie die Reduktion des Mehrwertsteuersatzes für Energie. Diese beiden Optionen stellen sich aber aus mehreren Gründen als wenig tauglich dar. Wesentlich geeigneter sind gezieltere und treffsicherere Maßnahmen zur Abfederung des Kaufkraftverlustes.
Arbeitsangebot in der COVID-19-Krise und Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in Österreich (Labour Supply in the COVID-19 Crisis and Wage Differences between Men and Women in Austria)
WIFO Research Briefs, 2022, (5), 14 Seiten
Online seit: 07.03.2022 9:00
Schätzungen zeigen, dass der geschlechtsspezifische Lohnunterschied mit 12,1% des mittleren Frauenlohnes 2020 niedriger als in den Vorjahren war. Der bereinigte Lohnunterschied blieb mit 6,1% des mittleren Frauenlohnes im Vergleich zum Vorjahr stabil. Im privaten Sektor ist der bereinigte Lohnunterschied von 5,8% auf 6,6% des mittleren Frauenlohnes gestiegen. Ein maßgeblicher Faktor für die beobachteten Lohnunterschiede ist die geringere Berufserfahrung von Frauen. Ein weiterer Faktor sind in den Daten nicht beobachtbare Merkmale wie beispielsweise Unterschiede bei Lohnverhandlungen. Eine detaillierte Untersuchung zeigt negative Effekte der Krise auf das Arbeitsangebot von Frauen und Männern, jedoch keine zusätzlichen Effekte für Eltern.
Automatisches Pensionssplitting wird Altersarmut der Frauen kaum reduzieren können (Automatic Pension Splitting Will Hardly be Able to Reduce Old-age Poverty Among Women)
WIFO Research Briefs, 2022, (4), 10 Seiten
Online seit: 04.03.2022 9:00
Im europäischen Vergleich ist die geschlechtsspezifische Pensionslücke zulasten der Frauen in Österreich besonders hoch. Hoch ist auch die Armutsgefährdungsquote der Frauen im Alter von 65 und mehr Jahren, sie liegt mit 17% deutlich über der Armutsgefährdungsquote der Bevölkerung (14%). Die Bundesregierung plant zur Reduktion der Altersarmut der Frauen ein automatisches Pensionssplitting einzuführen. Noch ist die Ausgestaltung nicht konkretisiert, eine erste Analyse lässt allerdings keinen großen armutsreduzierenden Effekt erwarten.
Mehr