WIFO-Monatsberichte

Aktuelle Konjunkturberichte für Österreich und die großen OECD-Länder – Vierteljährliche Konjunkturprognose des WIFO – Rund 70 Artikel pro Jahr mit Hintergrundinformationen in Tabellen, Graphiken und englischer Zusammenfassung – Monatlich ausführlicher Tabellensatz mit rund 300 makroökonomischen Indikatoren

Editorial Board
Jesús Crespo Cuaresma (Wirtschaftsuniversität Wien)
Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien)
Jens Südekum (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Andrea Weber (Central European University)

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WIFO
WIFO-Monatsberichte, Heft 11/2021 (WIFO-Monatsberichte, no 11/2021)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), 80 Seiten
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
Sandra Bilek-Steindl, Aufschwung der Industriekonjunktur verlangsamt sich • Werner Hölzl, Jürgen Bierbaumer, Michael Klien, Agnes Kügler, Geschäftstätigkeit durch Arbeitskräftemangel und Lieferengpässe beeinträchtigt. Ergebnisse der Quartalsbefragung des WIFO-Konjunkturtests vom Oktober 2021 • Oliver Fritz, Anna Burton, Sabine Ehn-Fragner, COVID-19-Krise beschert heimischem Tourismus herbe Verluste • Claudia Kettner-Marx, Simon Loretz, Margit Schratzenstaller, Steuerreform 2022/2024 – Maßnahmenüberblick und erste Einschätzung • Birgit Meyer, Klaus S. Friesenbichler (WIFO), Mario Hirz (TU Graz), Dekarbonisierung als ein Treiber des Wandels der österreichischen Kfz-Zulieferindustrie
Aufschwung der Industriekonjunktur verlangsamt sich (Upturn in the Industrial Economy Slows Down)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), S.783-790
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
Nachdem sich die Weltwirtschaft sehr rasch vom Einbruch durch die COVID-19-Krise erholt hatte, verlor die Dynamik zuletzt an Schwung. Vor allem in der Industrie wird der Aufschwung durch Material- und Lieferengpässe gedämpft. Vertrauensindikatoren liegen jedoch weiterhin auf hohem Niveau. In Österreich wuchs die Wirtschaftsleistung im III. Quartal 2021 robust. Getragen wurde dieses Wachstum von einem kräftigen Anstieg der Konsumnachfrage der privaten Haushalte. Auch die stark vom privaten Konsum abhängigen Dienstleistungsbereiche expandierten deutlich. Die Ausweitung der Beschäftigung setzt sich fort. Mit dem Anstieg der Rohstoffpreise beschleunigte sich die Inflation im Oktober weiter.
Geschäftstätigkeit durch Arbeitskräftemangel und Lieferengpässe beeinträchtigt. Ergebnisse der Quartalsbefragung des WIFO-Konjunkturtests vom Oktober 2021 (Labour Shortages and Supply Bottlenecks Hamper Business Activity. Results of the WIFO-Konjunkturtest Quarterly Survey of October 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), S.793-802
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
Die Lagebeurteilungen der österreichischen Unternehmen deuteten im Oktober in allen Sektoren bis auf den Einzelhandel auf eine stabile Entwicklung der Konjunktur. Die WIFO-Konjunkturampel sprang dennoch auf Rot. Dies lässt erkennen, dass der Höhepunkt des konjunkturellen Aufschwungs bereits erreicht sein dürfte. Die Kapazitätsauslastung sank in der Sachgütererzeugung leicht, blieb aber in allen Sektoren überdurchschnittlich. Als wichtigstes Hemmnis der Geschäftstätigkeit wurde wie im Vorquartal der "Mangel an Arbeitskräften" genannt. In der Sachgütererzeugung, der Bauwirtschaft und im Einzelhandel hemmt daneben eine durch Lieferengpässe hervorgerufene Knappheit an Material und Vorprodukten die Geschäftstätigkeit.
COVID-19-Krise beschert heimischem Tourismus herbe Verluste (COVID-19 Crisis Causes Heavy Losses for the Austrian Tourism)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), S.803-813
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
Lockdowns, Einreise- und Flugbeschränkungen sowie die allgemeine Verunsicherung der Gäste bescheren der heimischen Tourismuswirtschaft seit März 2020 herbe Verluste. Nach einer kurzen Atempause im Sommer 2020 entfiel die Wintersaison 2020/21 zur Gänze. Seit der Öffnung der Beherbergungsbetriebe im Mai 2021 gewann die Nachfrage zwar wieder an Schwung. Die Aussichten für die Wintersaison 2021/22 trüben sich jedoch angesichts der deutlichen Zunahme des Infektionsgeschehens, der Verschärfung der behördlichen Restriktionen und der Reisewarnungen für Österreich immer mehr ein.
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), S.815-827
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
Die ökosoziale Steuerreform 2022/2024 reduziert deutlich die Abgabenbelastung durch die Senkung der Lohn- und Einkommensteuer, der Unternehmensbesteuerung und der Krankenversicherungsbeiträge. Das Entlastungsvolumen erreicht 2025 7,8 Mrd. € (1,6% des BIP) pro Jahr, die jährliche Nettoentlastung beträgt dann rund 6,1 Mrd. € (1,2% des BIP). Gleichzeitig verringert die Reform einige der strukturellen Ungleichgewichte im österreichischen Abgabensystem. Mitte 2022 wird eine CO2-Bepreisung (einschließlich Kompensationsmechanismen) eingeführt. Die Senkung der Krankenversicherungsbeiträge verringert die hohe Abgabenlast für Personen mit geringem Einkommen. Zudem schafft die Reduktion der Lohn- und Einkommensteuer einen Ausgleich für die kalte Progression.
Birgit Meyer, Klaus Friesenbichler (WIFO), Mario Hirz (TU Graz)
Dekarbonisierung als ein Treiber des Wandels der österreichischen Kfz-Zulieferindustrie (Decarbonisation as a Driver of Change in the Austrian Automotive Supply Industry)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), S.829-839
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
Die Dekarbonisierung der Fahrzeugflotten stellt die Kfz-Zulieferindustrie und somit auch den Produktionsstandort Österreich vor Herausforderungen. Das Bestreben, die CO2-Emissionen zu verringern, ist mittlerweile ein zentraler Treiber des Strukturwandels in der Kfz-Branche. Dieser Strukturwandel eröffnet zwar neue Märkte und Absatzchancen. Er birgt jedoch auch Risiken und wird zu gestrandeten Investitionen führen. Um unerwünschte Folgen hintanzuhalten, empfiehlt der vorliegende Beitrag wirtschaftspolitische Ansätze, die um Planungssicherheit, die Konsistenz des Maßnahmenmix, Diversifizierung sowie Aus- und Weiterbildung kreisen.
WIFO
Kennzahlen zur Wirtschaftslage (Economic Indicators)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(11), S.843-855
Online seit: 01.12.2021 0:00
 
WIFO
WIFO-Monatsberichte, Heft 10/2021 (WIFO-Monatsberichte, no 10/2021)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(10), 92 Seiten
Online seit: 09.11.2021 0:00
 
Stefan Schiman, Vierte COVID 19-Welle bremst kräftigen Aufschwung. Prognose für 2021 • Josef Baumgartner, Serguei Kaniovski, Marian Fink, Hans Pitlik, Silvia Rocha-Akis, Starker privater Konsum treibt das Wirtschaftswachstum. Mittelfristige Prognose 2022 bis 2026 unter Berücksichtigung der Steuerreform 2022/2024 • Benjamin Bittschi, Andreas Reinstaller, 2020 Verschlechterung der Lohnstückkostenposition, Daten jedoch durch COVID-19-Maßnahmen verzerrt • Jürgen Janger, Anna Strauss-Kollin, Wissensproduktion und Wissensverwertung in Österreich im internationalen Vergleich
Vierte COVID 19-Welle bremst kräftigen Aufschwung. Prognose für 2021 (Fourth COVID 19 Wave Slows Strong Upswing. Economic Outlook for 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(10), S.695-709
Online seit: 09.11.2021 0:00
 
Die Wertschöpfung in Österreich wuchs im II. Quartal 2021 insbesondere in den krisengeschüttelten Branchen deutlich. Mit der Zunahme des Infektionsgeschehens ab August 2021 schwächte sich das Wachstum aber wieder ab. Die neuerliche COVID 19-Welle wird den Aufholprozess in bestimmten Dienstleistungsbranchen im IV. Quartal abermals dämpfen. Der Konjunkturaufschwung verläuft demnach sektoral heterogen, ist jedoch insgesamt äußerst kräftig. Auch der Arbeitsmarkt erholt sich zügig, wird durch die vierte COVID 19-Welle aber vorübergehend einen Rückschlag erleiden. Zugleich wird sich der Preisauftrieb weiter beschleunigen, während die Geldpolitik – der neuen Strategie der EZB entsprechend – expansiv bleibt. Die 2022 in Kraft tretende Steuerreform wird in der vorliegenden Prognose nicht berücksichtigt. Der Prognosezeitraum umfasst daher nur das Jahr 2021.
Starker privater Konsum treibt das Wirtschaftswachstum. Mittelfristige Prognose 2022 bis 2026 unter Berücksichtigung der Steuerreform 2022/2024 (Strong Private Consumption Spurs Economic Growth. Medium-term Forecast of the Austrian Economy 2022 to 2026 including the tax reform 2022-2024)
WIFO-Monatsberichte, 2021, 94(10), S.711-736
Online seit: 09.11.2021 0:00
 
Die österreichische Wirtschaft wird sich nach der COVID-19-Rezession rasch erholen. Getragen wird dies von einer günstigen Entwicklung der Weltwirtschaft (2022) und fiskalpolitische Maßnahmen wie dem Investitionsbonus und der Steuerreform, wodurch die inländische Nachfrage an Bedeutung gewinnt. Das Wirtschaftswachstum beträgt 2022 5,0% und schwächt sich bis 2026 durch die Abkühlung der internationalen Konjunktur auf 1,8% ab (Ø 2022/2026 +2,6% p. a.). Im Vergleich zum Euro-Raum fällt der BIP-Zuwachs in Österreich um 0,2 Prozentpunkte pro Jahr höher aus. Der Trendoutput wächst im Prognosezeitraum um jährlich 1,5% (WIFO-Methode). Der private Konsum nimmt um kräftige 3,1% p. a. zu (real, 2022 +6,4%) und profitiert dabei von einem 2020/21 angehäuften "Sparpolster" und der Entlastung durch die Steuerreform. Die Investitionen werden 2022 noch von Vorzieheffekten durch die Investitionsprämie gestützt, verlieren jedoch 2023 an Schwung. Ab 2024 beleben der Investitionsfreibetrag und die Körperschaftsteuersenkung die Investitionen. Der Außenhandel entwickelt sich 2022 sehr dynamisch (Exporte +8,9%, Importe +8,3%), was dem verzögerten Rebound im Reiseverkehr geschuldet ist. Die rasche Erholung bedingt auch einen starken Rückgang der Arbeitslosigkeit: die Arbeitslosenquote wird mit 7,3% 2022 das Vorkrisenniveau unterschreiten und 2026 6,1% betragen. Die dynamische internationale Konjunktur, Angebotsknappheiten, das Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung in einigen Branchen und die CO2-Bepreisung bewirken einen Anstieg der Inflationsrate auf 3,1% im Jahr 2022 (Ø 2023/2026 +2,1% p. a.). Das Budgetdefizit sinkt von 6,3% 2021 auf 2,4% im Jahr 2022 und beträgt 2026 0,4% des BIP. Die Budgetdefizitquote erhöht sich durch die Steuerreform um durchschnittlich 0,6 Prozentpunkte p. a.
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