WIFO-Monatsberichte

Die WIFO-Monatsberichte veröffentlichen Forschungsergebnisse des WIFO und Beiträge zur nationalen und internationalen Wirtschaftsentwicklung auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Analysen. Darüber hinaus werden in den WIFO-Monatsberichten Kennzahlen zur internationalen und österreichischen Wirtschaftslage veröffentlicht.

Editorial Board
Jesús Crespo Cuaresma (Wirtschaftsuniversität Wien)
Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien)
Jens Südekum (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Andrea Weber (Central European University)

Seit 1927 im Volltext online – Jahresabonnement 270 €, Einzelheft 27,5 €

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WIFO
WIFO-Monatsberichte, Heft 4/2022 (WIFO-Monatsberichte, no 4/2022)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), 80 Seiten
Online seit: 09.05.2022 0:00
 
Stefan Schiman, Stefan Ederer, Negative Angebotsschocks treffen auf kräftige Konjunktur. Prognose für 2022 und 2023 • Josef Baumgartner, Serguei Kaniovski, Hans Pitlik, Ukraine-Krieg trübt die mittelfristigen Wirtschaftsaussichten. Update der mittelfristigen Prognose 2022 bis 2026 • Josef Baumgartner, Jürgen Bierbaumer, Sandra Bilek-Steindl, Benjamin Bittschi, Christine Mayrhuber, Stefan Schiman, COVID-19-Pandemie, Materialengpässe und Preissteigerungen prägen die Konjunktur. Die österreichische Wirtschaft im Jahr 2021 • Thomas Url, Hohe Liquiditätszufuhr im Kreditwesen 2021 nur teilweise durch lebhafte Kreditnachfrage absorbiert
Negative Angebotsschocks treffen auf kräftige Konjunktur. Prognose für 2022 und 2023 (Adverse Supply Shocks Hit Buoyant Economy. Economic Outlook for 2022 and 2023)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), S.215-230
Online seit: 09.05.2022 0:00
 
Der Ukraine-Krieg führt neuerlich zu erheblichen negativen Angebotsschocks, die der heimischen Industrie keine Wertschöpfungszuwächse ermöglichen. Die Inflation bleibt länger hoch und dämpft das Wachstum des privaten Konsums. Das große Aufholpotential im Tourismus macht ihn heuer zur Stütze der Konjunktur. Insgesamt entfällt über die Hälfte des für 2022 prognostizierten Wirtschaftswachstums von 3,9% auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleibt günstig.
Ukraine-Krieg trübt die mittelfristigen Wirtschaftsaussichten. Update der mittelfristigen Prognose 2022 bis 2026 (The War in Ukraine Clouds Medium-term Economic Outlook. Update of the Medium-term Forecast of the Austrian Economy 2022 to 2026)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), S.233-245
Online seit: 09.05.2022 0:00
 
Die österreichische Wirtschaft erholte sich 2021 spürbar von der COVID-19-Krise. Infolge des Ukraine-Krieges und der Omikron-Welle der COVID-19-Pandemie fallen die Wachstumsaussichten für 2022 (+3,9%) jedoch um 1 Prozentpunkt schwächer aus als noch letzten Herbst erwartet. Getragen von den internationalen Entwicklungen schwächt sich das BIP-Wachstum bis 2026 auf das mittelfristige Trendwachstum von rund 1½% ab (Ø 2022/2026 +2,1% p. a., Ø 2010/2019 +1,5% p. a.). Trotz dieser markanten Abschwächung bewirkt die durch den demografischen Wandel ausgelöste, zunehmende Arbeitskräfteknappheit im Prognosezeitraum einen merklichen Rückgang der Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote erreicht bereits 2022 das Vorkrisenniveau und wird 2026 voraussichtlich bei 6% liegen. Die Omikron-Welle in China und vor allem der Ukraine-Krieg verstärken und verlängern den bereits seit 2021 auf den internationalen Märkten beobachteten kräftigen Preisauftrieb. Getragen wird er vor allem von stark steigenden Energie-, Rohstoff- und Vorproduktpreisen sowie einem markanten Anstieg der Transportkosten aufgrund von Kapazitätsengpässen und daraus resultierenden Lieferverzögerungen. In Österreich werden die Verbraucherpreise 2022 um knapp 6% und 2023 um 3¼% steigen. Die Inflationsrate dürfte jedoch auch in der mittleren Frist zumindest ¼ Prozentpunkt über dem 2%-Zielwert der EZB liegen. Obwohl heuer zusätzliche Ausgaben getätigt werden, um die Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation abzufedern und die Versorgung von Flüchtlingen aus der Ukraine sicherzustellen, liegt die für 2022 prognostizierte Defizitquote gegenüber der mittelfristigen Einschätzung vom Oktober 2021 (einschließlich Steuerreform) unverändert bei 2,4% des nominellen BIP. Dies ist auf einen inflationsbedingten Anstieg der Einnahmen zurückzuführen. Bis 2026 dürfte die Budgetdefizitquote auf 0,4% des BIP sinken.
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), S.247-262
Online seit: 09.05.2022 0:00
 
Die COVID-19-Pandemie und ihre Folgen prägten auch 2021 die Entwicklung der Weltwirtschaft. Regional verlief die Konjunktur heterogen, wenngleich die rasche Erholung der Industrieproduktion vielerorts Angebotsengpässe und starke Preissteigerungen zur Folge hatte. Die heimische Wirtschaft expandierte wieder, wobei die Konjunktur unterjährig erneut stark schwankte und maßgeblich von den gesundheitspolitischen COVID-19-Maßnahmen geprägt war. Mit der wirtschaftlichen Erholung stieg auch die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit, was sich positiv auf die Pro-Kopf-Einkommen auswirkte. Dies steigerte zusammen mit dem verbesserten Konsumentenvertrauen und Sparrücklagen aus dem Vorjahr die Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte. Steigende Rohstoffpreise wirkten inflationstreibend, wodurch der Verbraucherpreisindex vor allem zu Jahresende 2021 deutlich anstieg.
Hohe Liquiditätszufuhr im Kreditwesen 2021 nur teilweise durch lebhafte Kreditnachfrage absorbiert (Buoyant Credit Demand Could Only Partially Absorb High Liquidity Supply in the Banking Sector in 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), S.263-274
Online seit: 09.05.2022 0:00
 
Die Zentralbanken setzten 2021 ihren expansiven geldpolitischen Kurs unvermindert fort. Die hohe Versorgung des Kreditwesens mit Liquidität führte zwar zu einer deutlichen Ausweitung der Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen und der Wohnbaudarlehen an private Haushalte; trotzdem bauten die österreichischen Kreditinstitute bis zum Jahresende Überschussreserven im System der Europäischen Zentralbanken im Ausmaß von 125 Mrd. € auf. Gleichzeitig veranlasste die hohe Dynamik in der Neuvergabe von Wohnbaudarlehen das Finanzmarktstabilitätsgremium zur Vorgabe makroprudenzieller Kriterien. Die österreichische Kreditwirtschaft konnte in diesem Umfeld die Refinanzierungskosten deutlich senken und damit das Nettozinsergebnis steigern. Der kräftige Anstieg der Börsenkurse beflügelte auch die Provisionserträge, sodass sich die Ertragslage insgesamt verbesserte. Die Notenbank der USA bereitete den Finanzmarkt im Zuge ihrer Forward Guidance auf eine geldpolitische Wende vor; dementsprechend wertete der Euro im Jahresverlauf 2021 gegenüber dem Dollar ab.
WIFO
Kennzahlen zur Wirtschaftslage (Economic Indicators)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(4), S.275-287
Online seit: 09.05.2022 0:00
 
WIFO
WIFO-Monatsberichte, Heft 3/2022 (WIFO-Monatsberichte, no 3/2022)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(3), 80 Seiten
Online seit: 04.04.2022 0:00
 
Stefan Schiman, Heimische Wirtschaft vor Kriegsausbruch in der Ukraine in guter Verfassung • Karl Aiginger, Ewald Walterskirchen, Der Wirtschaftshistoriker des WIFO mit breiter Forschungsagenda – Felix Butschek zum 90. Geburtstag • Atanas Pekanov, Europäische Wirtschaftspolitik 2021/22. Zwischen Konjunkturerholung und Unsicherheit • Andreas Reinstaller, Kräftiger Anstieg der Innovationsausgaben österreichischer Unternehmen im zweiten Jahr der COVID-19-Pandemie • Ulrike Famira-Mühlberger, Christine Mayrhuber, Klaus Nowotny, Gesundheitsleistungen und Pflegegeldbezug • Michael Peneder, Alexandros Charos, Österreichs Standortqualität im Executive Opinion Survey 2021
Heimische Wirtschaft vor Kriegsausbruch in der Ukraine in guter Verfassung (Domestic Economy in Good Shape Before Outbreak of War in Ukraine)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(3), S.139-146
Online seit: 04.04.2022 0:00
 
Die Wirtschaftsleistung in Österreich lag im Februar erneut über dem Vorkrisenniveau. Die Aussichten in den vom vierten Lockdown am stärksten betroffenen Branchen haben sich zuletzt deutlich aufgehellt, vor allem in der Beherbergung und Gastronomie. Die heimische Arbeitslosenquote befindet sich saisonbereinigt auf dem niedrigsten Stand seit Ausbruch der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008, die Zahl der offenen Stellen hat neuerlich einen Höchststand erreicht. Die Inflation stieg zuletzt auf knapp 6% und dürfte aufgrund der Rohstoffpreisschocks im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg noch länger hoch bleiben. Eine mögliche Unterbrechung der russischen Erdgaslieferungen birgt Risiken für bestimmte Bereiche der heimischen Industrie.
Der Wirtschaftshistoriker des WIFO mit breiter Forschungsagenda – Felix Butschek zum 90. Geburtstag (WIFO's Economic Historian with a Broad Research Agenda – Felix Butschek on his 90th Birthday)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(3), S.149-150
Online seit: 04.04.2022 0:00
 
Felix Butschek war zwischen 1962 und 1997 im WIFO beschäftigt, zunächst als Mitarbeiter für Sozialpolitik und Regionalfragen, später auch als Stellvertretender Leiter des Institutes. Seine sehr breit angelegten Forschungsagenden und seine lebendigen, zeitnahen und durchaus auch kontroversiellen Diskussionsbeiträge haben das Institut und seine Belegschaft stark beeinflusst. Mit der Zeit widmete er sich immer mehr wirtschaftshistorischen Themen und Fragestellungen.
Europäische Wirtschaftspolitik 2021/22. Zwischen Konjunkturerholung und Unsicherheit (European Economic Policy in 2021-22. Between Economic Recovery and Uncertainty)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(3), S.151-164
Online seit: 04.04.2022 0:00
 
Die Konjunktur in der EU befand sich 2021 auf Erholungskurs, wurde aber weiterhin durch die hohe Unsicherheit über die weitere Entwicklung der COVID-19-Pandemie geprägt. Maßgeblich für die Konjunkturerholung war die expansive Geld- und Fiskalpolitik in der EU und im Euro-Raum, wo Ende 2021 hohe Inflationsraten verzeichnet wurden. Dieser Beitrag diskutiert drei Hauptthemen der EU-Wirt¬schaftspolitik 2021/22: die geldpolitische Strategie, die Fiskalregeln und das Instrument "NextGenerationEU". Die kürzlich angepassten geldpolitischen Strategien der Europäischen Zentralbank sowie der Federal Reserve tolerieren kurzfristig höhere Inflationsraten, orientieren sich aber mittelfristig weiterhin am Inflationsziel von 2%. Ausgewählte Vorschläge zur Reform der EU-Fiskalregeln gehen von der deutlich gestiegenen Verschuldung der Mitgliedsländer aus und weisen zugleich auf die strukturelle Reduktion der Gleichgewichtszinssätze hin, die die Schuldenlast verringert. Abschließend wird auf die Aufbau- und Resilienzfazilität (Recovery and Resilience Facility – RRF), das Kernstück von NextGenerationEU, eingegangen. Die RRF befindet sich bereits in der Implementierungsphase und soll in den kommenden Jahren wichtige Investitionen und Reformen unterstützen.
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Funktion: Ökonom (Senior Economist), Chefredaktion WIFO-Monatsberichte und WIFO Reports on Austria

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